Mérida re-revisited. Neue Untersuchungen zu dem sogenannten kosmologischen Mosaik in Mérida

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.34780/6rf9-1f48

Abstract

Bei einigen Personifikationen auf dem Bildfeld des kosmologischen Mosaiks entsteht eine Spannung zwischen der Ikonographie und der Beischrift der jeweiligen Figuren. Mithilfe einer umfassenden ikonographischen Untersuchung und der Begrifflichkeit rhetorischer Tropen kann in der vorliegenden Arbeit dieses Spannungsverhältnis von sechs ausgewählten Personifikationen näher klassifiziert werden. Die Personifikationen Mons, Euphrates, Nilus, Oriens, Occasus und Aeternitas zeichnen sich durch eine synekdochische bzw. metonymische Bild-/Textbeziehung aus. Diese wirkt zunächst widersprüchlich und löst bei dem Rezipienten anfänglich Irritation aus, die aber nach sukzessiver Betrachtung auflösbar ist. Die beabsichtigte Diskrepanz zwischen Bild und Text hat einen direkten Einfluss auf den narrativen Gehalt und somit auch auf die Deutung des Bildwerks.

Schlagworte:

Römische Epoche, kosmologisches Mosaik, Ikonographie, rhetorische Tropen

Veröffentlicht

2021-10-01

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Honikel, A.-L. (2021) „Mérida re-revisited. Neue Untersuchungen zu dem sogenannten kosmologischen Mosaik in Mérida“, Madrider Mitteilungen, 62, S. 476–511. doi: 10.34780/6rf9-1f48.