Pergamon – Bericht über die Arbeiten in der Kampagne 2018

  • Felix Pirson (Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Istanbul)
Schlagworte: Pergamon, Thermalbad, Amphitheater, Yiğma Tepe, Tumuli, Geophysik, Kane, Yünt Dağ, Baudenkmalpflege, Rote Halle, Gymnasion

Abstract

Die Pergamongrabung konzentrierte sich 2018 auf Nacharbeiten zum abgeschlossenen Forschungsprogramm sowie auf Vorbereitungen für das neue Langfristvorhaben »Die Transformation der Mikroregion Pergamon zwischen Hellenismus und römischer Kaiserzeit«. Mit der archäologischen und baugeschichtlichen Untersuchung eines extraurbanen Thermalbades aus der römischen Kaiserzeit wurde begonnen. Geophysikalische Prospektionen haben wichtige Informationen zur Gesamterstreckung der Anlage erbracht. Mit der neu initiierten Erforschung des Amphitheaters von Pergamon konnte ein drängendes Desiderat in der Erforschung der kaiserzeitlichen Metropole in Angriff genommen werden. Nachuntersuchungen am monumentalen Tumulus Yığma Tepe durch die Geophysik ermöglichen eine konkrete Einschätzung mehrerer Anomalien im Inneren des Grabhügels. Die Arbeiten im Umland von Pergamon haben durch die Verdichtung von Plätzen insbesondere an der Westküste der Kane-Halbinsel sowie an den westlichen Ausläufern des Yünt Dağ neue Einblicke in die Funktion der Mikroregion als ›visuelle Region‹ erbracht und zugleich das Spektrum ländlicher Siedlungsformen bereichert. Die Maßnahmen der Baudenkmalpflege in der Roten Halle und im Gymnasion wurden gemäß dem neuen Gesamtkonzept fortgesetzt. Abgeschlossen wurde die Rekonstruktion einer Ecke des Peristyls der Palästra im Gymnasion. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Schadensdokumentation in den Ostthermen der Anlage.

Veröffentlicht
2020-05-11
Rubrik
Artikel