https://publications.dainst.org/journals/aa/issue/feed Archäologischer Anzeiger 2022-11-15T07:05:14+00:00 Zentrale Wissenschaftliche Dienste – Redaktion idai.publications@dainst.de Open Journal Systems <p>Im <em>Archäologischen Anzeiger</em> (AA) werden Beiträge zu aktuellen Forschungen sowie Berichte über Grabungsprojekte publiziert. Ausdrücklich sind auch sog. Mikropublikationen willkommen – kurze Artikel, die in knapper Form herausragende Neufunde anzeigen oder Diskussionsanstöße zu übergreifenden methodischen Fragen oder theoretischen Konzepten präsentieren. Schwerpunktmäßig informiert die Zeitschrift über Themen aus dem Mittelmeerraum von der Vorgeschichte bis in die Spätantike, durchaus aber auch über Projekte außerhalb des Kernbereichs der Alten Welt. Dem Profil der Zeitschrift und der Forschungspraxis des Instituts entsprechend werden auch Beiträge begrüßt, die großräumige Verbindungen und Vernetzungen der antiken Welt in den nordeuropäischen, eurasischen und afrikanischen Raum thematisieren.</p> <p>Die Qualität des Archäologischen Anzeigers wird durch ein doppelt anonymes Peer-Review-Verfahren sowie eine intensive Text- und Bildredaktion gesichert. Beginnend mit dem 1. Halbband 2019 sind die Beiträge neben der gedruckten Fassung zeitgleich auch in einem responsiven Viewer-Format sowie als PDF-Ausgabe kostenfrei abrufbar.</p> <p><em>P-ISSN: 0003-8105 – E-ISSN: 2510-4713<br></em></p> https://publications.dainst.org/journals/aa/article/view/3875 Die Ausgrabungen in Boğazköy-Ḫattuša 2021 2022-11-15T07:05:11+00:00 Andreas Schachner andreas.schachner@dainst.de <p>Die Arbeiten in der nördlichen Unterstadt verdichten das Bild der hethitischen und der römischen Nutzungsphasen weiter. Dabei wird einerseits deutlich, dass sich die kleinteilige hethitische Bebauung nach Osten und Süden auf der Terrasse fortsetzt. Andererseits konnten im Norden des Areals möglicherweise der Eingang zu der kaiserzeitlichen Therme von Norden, d. h. vom Militärlager aus, ebenso geklärt werden wie weitere Räume des Gebäudes. Grabungen, die auf der Büyükkale parallel zur Restaurierung des Gebäudes E notwendig wurden, legten nicht nur bisher unbekannte Bereiche der späteisenzeitlichen Bebauung frei, sondern erbrachten überraschenderweise Reste eines hethitischen Gebäudes, das möglicherweise die Verbindung zwischen dem Gebäude E und dem nördlichen Hof darstellt. Im Archiv der Boğazköy-Grabung aufgefundene und in den Grabungen neu gewonnene Radiokarbondatierungen verdichten das Bild der chronologischen Entwicklung der hethitischen ebenso wie der eisenzeitlichen Nutzungsperiode in der Unterstadt und auf der Büyükkale.</p> 2022-11-15T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Archäologischer Anzeiger https://publications.dainst.org/journals/aa/article/view/3641 Die Pfeilspitzen von Milet 2022-11-15T07:05:12+00:00 Sophie Herzhoff sophie.herzhoff@ruhr-uni-bochum.de <p>Im Verlauf der Ausgrabungen auf dem Kalabak- und Zeytintepe in Milet 1985 bis 1992 konnten mehrere hunderte Pfeilspitzen aufgesammelt werden, denen aufgrund ihrer Form die Zugehörigkeit zur Zerstörung Milets 494 v. Chr. durch die persische Armee zugesprochen wurde. Diese Zuweisung konnte anhand typologischer und stratigraphischer Merkmale untermauert werden. In diesem Artikel werden die Ergebnisse der mit verschiedenen Methoden durchgeführten Untersuchungen der Pfeilspitzen dargestellt.</p> 2022-11-15T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Archäologischer Anzeiger https://publications.dainst.org/journals/aa/article/view/3876 New Research at the Gymnasium of Agrigento 2022-11-15T07:05:12+00:00 Monika Trümper nomail@nomail.com Stephen Kay nomail@nomail.com Elena Pomar nomail@nomail.com Antonello Fino nomail@nomail.com Thomas Lappi nomail@nomail.com Paola Santospagnuolo nomail@nomail.com <p>The gymnasium of Agrigento is one of the most important, if not the most important gymnasium in Sicily and the western Mediterranean more generally, because of its size, design, and chronology. While parts of a race-track section and a pool were excavated between the 1950s and 2005 and were published in 2009 and 2011, crucial questions remain open: the extension, design, and most notably the existence and location of a palaestra; the construction date in the 2nd century B.C. or the Augustan period; and the urban context. To answer these questions, a project was launched in 2019 in cooperation between the Parco Archeologico e Paesaggistico Valle dei Templi di Agrigento and the Freie Universität Berlin, and a first season, together with the British School at Rome, was carried out in 2020. This paper presents the results of this first campaign, which included first, a geophysical survey of the area around the gymnasium and of a field to the north of the Hellenistic-Roman temple; and second, an architectural survey of unpublished features and work in the archives and storerooms of the Parco Archeologico.</p> 2022-11-15T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Archäologischer Anzeiger https://publications.dainst.org/journals/aa/article/view/3877 Die Basilike Stoa an der Agora von Thera 2022-11-15T07:05:12+00:00 Arno Kose nomail@nomail.com Benjamin Engels nomail@nomail.com Monika Trümper nomail@nomail.com <p>Die Basilike Stoa in Thera ist durch mehrere Inschriften bekannt, die in situ gefunden wurden und Reparaturen in trajanischer und antoninischer Zeit dokumentieren. Die lange geschlossene Halle mit zentraler innerer Säulenstellung liegt an der Agora und ist eines der größten Bauwerke der Stadt. Das Errichtungsdatum der Basilike Stoa ist in der Forschung umstritten. Vorgeschlagene Datierungen reichen vom frühen 3. Jh. v. Chr., als die Ptolemäer eine Flottenbasis auf Thera hatten, bis in die augusteische Zeit, als die Stadt nach 120 Jahren der Stagnation vermutlich eine erneute Blüte erlebte. Dieser Beitrag hat zum Ziel, das Baudatum und die Geschichte der Basilike Stoa zu klären, basierend auf stratigraphischen Grabungen, die 1992 durchgeführt wurden. Drei Schnitte, die an der westlichen und östlichen Außenmauer der Stoa angelegt wurden, werden ausführlich diskutiert. Die Keramik aus dem wichtigsten Schnitt, 92 C, wird präsentiert. In diesem Schnitt, der sich in der Straße F westlich der Stoa befand, wurde eine dichte Abfolge von Straten gefunden, die sieben Phasen zugeordnet werden. Es wird gezeigt, dass die Stoa sicher im 2. Jh. v. Chr. errichtet wurde, vermutlich noch bevor die Ptolemäer die Flottenbasis 146/145 v. Chr. auflösten, und dass die Westmauer der Stoa in der frühen Kaiserzeit vollständig erneuert wurde. Der Bau an der Westseite der Straße F, das sog. Phallos-Haus, hatte eine ähnliche und sogar noch komplexere Geschichte. Der Belag der Straße F wurde dreimal erneuert. Dagegen konnten in keinem der drei Schnitte Befunde der trajanischen und antoninischen Stoareparaturen sicher identifiziert werden. Die Rekonstruktion der Geschichte der Stoa stellt einen wichtigen Beitrag zur Untersuchung der urbanen Entwicklung der antiken Stadt Thera dar. Diese ist kaum erforscht, weil bislang nur wenige stratigraphische Grabungen durchgeführt und publiziert worden sind.</p> 2022-11-15T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Archäologischer Anzeiger https://publications.dainst.org/journals/aa/article/view/3580 Elusa. From Nabatean Trading Post to Late Antique Desert Metropolis 2022-11-15T07:05:13+00:00 Michael Heinzelmann michael.heinzelmann@uni-koeln.de Christian Schöne c.a.schoene@uni-koeln.de Diana Wozniok dianawozniok@hotmail.de Arne Schröder arne.rene.schroeder@uni-koeln.de Florian Jordan fjordan@uni-bonn.de Tali Erickson-Gini talixgini@gmail.com Marlu Kühn marlu.kuehn@unibas.ch Dafna Langgut dafna.langgut@gmail.com Sina Lehnig silehnig@uni-mainz.de <p>In Roman to late Byzantine times, Elusa (Hebrew: Haluza, Arabic: al-Khalasa) was the most important settlement in the Negev region and its only proper city. Identified in 1838 by E. Robinson, it was subsequently visited by numerous researchers. The most important investigations took place in the form of surveys and excavations from the 1970s until 2001, during which, among other things, the only theatre in the region and the city’s cathedral were uncovered. However, despite several research projects, very basic information on the city and its genesis, history and structure has been lacking until now. Since 2015, this has been the focus of an international cooperation project that is investigating these fundamental questions using a multi-method approach. The focus here is also on the role of the city in the region, as it appears as an economic, administrative, cultural and religious centre. Particular emphasis is placed on the city’s flourishing in light of its precarious natural location within the Negev Desert. The article reflects the combined findings of remote sensing, archaeological survey, geophysical prospection, targeted excavations, geochemical soil sampling and extensive find material analyses and thus provides an unprecedented insight into the character and development of ancient Elusa.</p> 2022-11-15T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Archäologischer Anzeiger https://publications.dainst.org/journals/aa/article/view/3878 Archäometrische und archäologische Studien an antiken Skulpturen im Museum der Bildenden Künste, Budapest 2022-11-15T07:05:14+00:00 Hans Rupprecht Goette nomail@nomail.com Árpád M. Nagy nomail@nomail.com Noémi Tóth nomail@nomail.com Danielle Decrouez nomail@nomail.com Karl Ramseyer nomail@nomail.com Zoltán May nomail@nomail.com Donato Attanasio nomail@nomail.com <p>Die über mehrere Jahre durchgeführten archäometrischen Untersuchungen der antiken Steindenkmäler in der Antikensammlung des Budapester Museums der Bildenden Künste, die im Zusammenhang einer neuen archäologischen Erforschung der Denkmäler stattfanden, werden hier bekannt gemacht. Dabei hat sich gezeigt, daß die echte Kooperation der beiden Forschungszweige mittels intensiver Diskussion und Schärfung der Methoden und Argumente zu neuen Erkenntnissen führen kann. Die Beachtung archäometrischer Informationen durch die Archäologie bringt einerseits Bestätigung kunsthistorischer Einordnungen; sie wirft andererseits aber auch neue Fragen auf, die bisweilen zu innovativen Interpretationen führen oder auch unerwartet zu derzeit nicht lösbaren Problemen, die daher zu einer wissenschaftlichen Debatte anregen. In mehreren Abschnitten werden für diese Potentiale und Schwierigkeiten charakteristische Beispiele antiker Skulpturen der Sammlung aufgezeigt.</p> 2022-11-15T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Archäologischer Anzeiger https://publications.dainst.org/journals/aa/article/view/3879 The Danish-Italian Caesar’s Forum Excavations 2022-11-15T07:05:14+00:00 Jan Kindberg Jacobsen nomail@nomail.com Giovanni Murro nomail@nomail.com Claudio Parisi Presicce nomail@nomail.com Rubina Raja nomail@nomail.com Sine Grove Saxkjær nomail@nomail.com Massimo Vitti nomail@nomail.com <p>The Caesar’s Forum Project, initiated in 2017, aims at covering the entire, more than 3,000-year chronological span of the Caesar’s Forum area. The first phase of the archaeological investigations has unearthed structures in the archaeologically under-researched Alessandrino Quarter, which was demolished to make way for Mussolini’s Via dell’Impero. This article presents the first detailed overview of the second excavation phase undertaken within the new Danish-Italian project and the new archaeological insights brought to light.</p> 2022-11-15T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Archäologischer Anzeiger https://publications.dainst.org/journals/aa/article/view/3904 A forgotten grave monument in Apollonia (Albania) 2022-11-15T07:05:14+00:00 Renald Meta nomail@nomail.com Jonathan Ritter joritter@hotmail.com <p>In 1988, during the extension of a modern water channel, an ancient monument was discovered in the plain west of Apollonia (Albania). While the excavators described it as an altar, this paper argues that the monument may be better interpreted as a tomb of the aedicula type as it is situated in the necropolis area close to the city wall. The monument is an important indicator of Apollonia’s funeral customs and raises questions regarding the funeral assemblies and areas of representation in Apollonia.</p> 2022-11-15T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 Archäologischer Anzeiger