Über die Zeitschrift

Die »Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung« bieten einem breiten Fachpublikum aktuelle Forschungsergebnisse aus Griechenland und angrenzenden Gebieten. Die Beiträge sind inhaltlich und methodisch vielfältig und decken die Epochen von der ägäischen Frühzeit bis in die Spätantike ab.
Alle veröffentlichten Beiträge haben eine zweifache anonyme Begutachtung durch Fachwissenschaftler (peer review) durchlaufen und wurden in redaktioneller und produktionstechnischer Hinsicht von der Redaktion beurteilt. Auf diese Einschätzungen stützen die Herausgeber ihre Annahmeentscheidungen.

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Aktuelle Ausgabe

Bd. 138 (2023)
Cover des Bandes 138 der Athenischen Mitteilungen

Band 138 (2023) der Athenischen Mitteilungen bietet einen Überblick über aktuelle archäologische Forschungen von der Vorgeschichte bis zur römischen Kaiserzeit.

Der Band beginnt mit einer diachronen Untersuchung der urbanen Entwicklung und des Wassermanagements der ätolischen Siedlung Makyneia von der Vorgeschichte bis zum Hellenismus, basierend auf großflächigen Rettungsgrabungen.

Es folgt die Materialvorlage einer Altgrabung von Wilhelm Dörpfeld aus dem Jahr 1901 auf der Akropolis von Leukas. Die hier untersuchten Keramikfunde, die heute in der Archäologischen Sammlung des DAI Athen aufbewahrt werden, zeigen weit zurückreichende, teils überregionale Handelsverbindungen auf.

Im Bereich der Bauforschung liefert eine architektonische Neubewertung der Fundamente des Südbaus im Heraion von Samos starke Indizien für dessen Identifizierung als das antike Odeion des Heiligtums.

Ein weiterer Beitrag widmet sich den Grabbezirken des Athener Kerameikos: Hier wird die gängige These des flächendeckenden Steinraubs im Jahr 338 v. Chr. zugunsten eines gesteigerten monumentalen Repräsentationsbedürfnisses hinterfragt.

Darauf folgt eine umfassende funktionale Analyse fester Herdanlagen in kretischen Häusern der klassischen bis hellenistischen Zeit, die neue Einblicke in alltägliche Haushaltspraktiken und die Raumnutzung bietet.

Der Band schließt mit Befunden aus der römischen Kaiserzeit. Zunächst wird ein Fundkomplex kaiserzeitlicher Frauenporträts aus Chios (Stadt) vorgestellt. Den Abschluss bildet die Untersuchung einer neu entdeckten Orakelstätte des Paian im Athener Kerameikos, deren mit Inschriften versehener Brunnenschacht und ein an der Unterseite beschrifteter Omphalos (s. Umschlagbild) neue Erkenntnisse über antike Brunnenkulte liefern.

 

Open Access ab Mai 2027

Veröffentlicht: 2026-05-12
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