Ḫatam, Barzaḫ, and the Hereafter
Considerations for an Iconographic Analysis of the Eight-Fold Marīnid Zillīǧ
https://doi.org/10.34780/abgjek96
Abstract
Diese Studie untersucht die geometrischen und symbolischen Dimensionen der achtzackigen Muster auf den zillīǧ der marinidischen Madrasas, insbesondere al-ʿAṭṭārīn und Bū ʿInānīya, und ihre Verbindung zu eschatologischen Themen. Auf der Grundlage eines multidisziplinären Ansatzes zeigt die Analyse, wie diese ornamentalen Entwürfe visuelle Ausdrücke intellektueller, spiritueller und kosmologischer Ideen innerhalb der marinidischen Elite darstellen. Durch die Integration geometrischer Prinzipien mit Koraninschriften und Sufi-Begriffen wie ẓāhir und bāṭin werden die Motive als pädagogische Werkzeuge für Kontemplation und spirituellen Aufstieg interpretiert, die für die gelehrte Gemeinschaft der Madrasa einzigartig sind. Darüber hinaus kontextualisiert die Studie diese Muster innerhalb breiterer marinidischer Strategien der Machtlegitimation und bringt sie mit Schlüsselorten wie dem Felsendom und der Shālla in Verbindung. Die Ergebnisse tragen zum Verständnis des Zusammenspiels zwischen Kunst, Symbolik und intellektueller Kultur in vormodernen islamischen Gesellschaften bei und zeigen, wie die Geometrie über die Ornamentik hinausgeht und eine tiefe metaphysische und eschatologische Bedeutung verkörpert.
Schlagwörter:
Marīniden-Dynastie, Ḫatam, Barzaḫ, Jenseits, Zillīǧ