Cerámicas africanas en Munigua y el valle del Guadalquivir

  • Juan Alonso de la Sierra Fernández
Schlagworte: Munigua (Villanueva del Río y Minas, Sevilla), Terra Sigillata Africana

Abstract

Unser Artikel beschäftigt sich mit afrikanischer Tisch- und Haushaltskeramik aus den Grabungen 1958-1984 des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Madrid, in Munigua. Zu Vergleichsstudien ziehen wir außerdem die Keramik anderer Plätze des Guadalquivirtals heran: Italica, Orippo und Córdoba, um die Verbreitung dieser Produkte in dem bevölkerungsreichsten Teil der Baetica zu analysieren. Die aus Munigua und dem Guadalquivirtal kommende Keramik stammt in groben Zügen aus dem 1.-6. Jh. n. Chr. Im einzelnen weist sie folgende chronologische Verteilung auf: 1. Jh.: Es liegt frühe Keramik vor, aber fast alle Stücke bleiben im 2. Jh. noch einige Zeit im Gebrauch. 2. Jh.: In der 1. Hälfte des Jhs. entstanden umfangreiche Keramikkomplexe, in denen Küchenware vorwiegt, wobei die nahe zur Küste liegenden Plätze ein größeres Keramikvolumen, besonders an Sigillaten, aufweisen. Während der 2. Hälfte des Jhs. zeichnet sich ein allgemeiner Rückgang der Sigillaten ab.
3. Jh.: In den ersten Jahren werden Sigillaten in niedrigen Anteilen dokumentiert. Ihr Umfang nimmt erst wieder mit dem Aufkommen der aus dem zentralen Tunesien stammenden Produkte seit dem 3. Jahrzehnt etwas zu.
4. Jh.: Es ist ein Jahrhundert der weiten Ausbreitung der nordtunesischen Erzeugnisse, sie erstreckt sich auf alle Plätze des Guadalquivirtals, sowohl auf die ländlichen wie auch die städtischen.
5. Jh.: Während der 1. Hälfte des 5. Jhs. bleibt das Volumen importierter Keramik akzeptabel, aber seit der Mitte des Jhs. zeichnet sich ein deutlicher Rückgang des Imports in Munigua und im Guadalquivirtal ab. Seit dieser Zeit begegnet afrikanische Keramik hier nur noch in geringen Mengen.

Veröffentlicht
2020-12-01
Rubrik
Artikel