Die thrakische Hafenstadt Ainos: Ergebnisse eines interdisziplinären Forschungsprojektes

  • Thomas Schmidts (Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz) https://orcid.org/0000-0001-8582-1315
  • Sait Başaran (İstanbul Üniversitesi)
  • Andreas Bolten (Universität zu Köln)
  • Helmut Brückner (Universität zu Köln)
  • Heike Bücherl (TU Berlin)
  • Anja Cramer (Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz) https://orcid.org/0000-0002-5232-1944
  • Anca Dan (CNRS-Paris Sciences Lettres)
  • Martin Dennert (Universität Mainz)
  • Ercan Erkul (Universität zu Kiel)
  • Guido Heinz (Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz) https://orcid.org/0000-0003-2175-9908
  • Mustafa Koçak (Antalya Bilim Üniversitesi)
  • Anna Pint (Universität zu Köln)
  • Martin Seeliger (Universität Frankfurt)
  • Ioannis Triantafillidis
  • Dennis Wilken (Universität zu Kiel)
  • Tina Wunderlich (Universität zu Kiel)
Schlagworte:
Ainos, Thrakien, Häfen, Befestigungen
Abstract

Der Beitrag fasst die Ergebnisse eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des SPP 1630 von 2012 bis 2018 geförderten Projekts zusammen. Während der Feldkampagnen wurden archäologische, baugeschichtliche, geoarchäologische und geophysikalische Untersuchungen durchgeführt. Der Fokus der Untersuchungen lag auf der topographischen und wirtschaftlichen Entwicklung von Ainos in der Antike, insbesondere in der römischen Kaiserzeit, sowie in der byzantinischen Epoche. Neue Erkenntnisse konnten hinsichtlich der Entwicklung der Stadt und der Lokalisierung von möglichen Hafenstandorten erzielt werden. Dabei zeigte sich, dass die Römische Kaiserzeit in Ainos nicht, wie lange vermutet, als Epoche des Niedergangs zu bewerten ist. Die landschaftlichen Veränderungen, allen voran die Verlandung durch das sich südwestwärts vorschiebende Delta des Hebros, führten erst ab der frühbyzantinischen Zeit zu Einschränkungen hinsichtlich der Landeplätze.

Veröffentlicht
2021-05-05
Rubrik
Artikel