Goldfunde aus dem Heraion von Samos

https://doi.org/10.34780/n2zxt585

Autor/innen

Abstract

Bis zu den Grabungen von 2010 bis 2013 östlich des Altars wurden im Heraion von Samos mit Ausnahme von vier Objekten so gut wie keine Goldfunde gemacht. Demgegenüber erbrachten die jüngsten Sondierungen eine erhebliche Erweiterung des Bestandes. Typologisch setzen sich die Funde signifikant von dem reichen Spektrum an Objekten aus dem benachbarten Artemision von Ephesos ab. Körperschmuck und aufwendiges Trachtzubehör sind mit wenigen möglichen Ausnahmen genauso wie Kleinplastik nicht vertreten. Stattdessen handelt es sich überwiegend um Goldfolienfetzen und deutlich weniger Goldblechbänder. Beides begegnet auch an anderen Fundplätzen, findet in der Forschung aber bisher geringe Beachtung. Die Folien aus dem Heraion erlauben die Interpretation ihrer ursprünglichen Funktion als ornamentale, z. T. florale, evtl. auch figürliche Dekorationen auf nun verlorenen Trägerobjekten. Es wird hier vorgeschlagen, sie als dekorative Bestandteil von Textilien o. Ä. zu deuten.

Schlagwörter

Heraion von Samos, Archaik, Gold, Textilien, Deponierungen

Veröffentlicht

2025-11-14

Ausgabe

Rubrik

Artikel

Zitationsvorschlag

Henke, J.-M. (2025) “Goldfunde aus dem Heraion von Samos”, Archäologischer Anzeiger, 1, pp. § 1–. doi:10.34780/n2zxt585.