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Die bedeutende antike Handelsstadt Milet in Kleinasien gilt als Wiege der griechischen Philosophie und Naturwissenschaften. Als Begründerin von über 70 Kolonien seit dem frühen 7. Jahrhundert v. Chr. besaß die Großstadt eine ungeheure überregionale Strahlkraft und galt als Ioniae caput, das Haupt der Landschaft Ionien.
Die Ausgrabungen am Anfang des 20. Jahrhunderts unter der Leitung von Th. Wiegand legten die ehemalige Hafenstadt systematisch frei und brachten in weniger als 15 Jahren eine antike Großstadt wieder ans Licht. Galt der Fokus der Forschungen zunächst den Prunkbauten und Ruinen sowohl hellenistisch-römischer als auch byzantinischer und islamischer Zeit, lag ein besonderes Interesse immer auch auf der archaischen Blütezeit, deren Untersuchung vor allem in den 1980er Jahren gezielt in Angriff genommen wurde.
Die 1906 gegründete Publikationsreihe "Milet – Ergebnisse der Ausgrabungen und Untersuchungen seit dem Jahre 1899" behandelte zunächst vor allem die ausgegrabenen Architekturdenkmäler. Zukünftig wird die Veröffentlichung der Einzelfunde der Miletgrabung im Mittelpunkt stehen.


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