A Middle Bronze Age Fortification and Late Iron Age Destruction:
The 2021 Excavations at Tall Zarʿa in Northern Jordan
https://doi.org/10.34780/858wke03
Abstract
Tall Zarʿa liegt im Wādī al-ʿArab im Norden Jordaniens, der das Jordantal mit der transjordanischen Hochebene verbindet. Im Jahr 2019 nahm ein Team des Deutschen Evangelischen Instituts für Archäologie in Amman, finanziert durch das Deutsche Archäologische Institut, die Ausgrabungen mit dem Schwerpunkt auf der späten Eisenzeit und dem Hellenismus wieder auf. Spätheisenzeitlichen Behausungen konnten nur am nördlichen Rand des Tells festgestellt werden, der Rest fiel umfangreichen Bauarbeiten in hellenistischer Zeit zum Opfer. Das Inventar der eisenzeitlichen Häuser deutet auf einen Zeitrahmen von Mitte bis Ende des 8. Jh. v. Chr. hin. Womöglich mussten die Bewohner den Ort plötzlich verlassen, was mit den Feldzügen von Tiglath-Pileser III. 733/732 v. Chr. in Verbindung gebracht werden könnte. Des Weiteren wurde ein 50 Meter langer, geradliniger Befestigungskomplex mit zwei Steinmassiven freigelegt, die noch bis zu einer Höhe von ca. vier Metern erhalten sind. Die stratigraphische Analyse und der Grundriss dieses Komplexes lassen auf mittelbronzezeitliche Befestigungen schließen.
Schlagwörter
Mittlere Bronzezeit, Befestigungsanlagen, Eisenzeit, Tall Zarʿa, Jordanien