Un-typisch
›Verbildlichungen‹ von Bildträgern römischer Zeit am Beispiel der Iberischen Halbinsel
https://doi.org/10.34780/qtmnaq06
Abstract
Die formale Trennung von Objekttypus und Bilddekor stellt eine Grundlage archäologischer Materialarbeiten dar. Dabei können Elemente, die wir typologisch der Gestalt der Bildträger zuordnen, auf verschiedene Weisen mit dem Bilddekor zusammenwirken. An Beispielen reliefverzierter Steinobjekte wird der Versuch unternommen, diese strukturalistische Trennung zu überwinden und beide Ebenen als Ganzes zu betrachten. Im Zentrum des Beitrags stehen Phänomene der ›Verbildlichung‹ von Bildträgern und die Frage, wie die bildproduzierenden Qualitäten einzuordnen sind. Dafür werden exemplarisch Interaktionen zwischen Bildträger und Bilddekor diskutiert. Mithilfe eines intermedialen Ansatzes werden Objektformen und Bilder als Gestaltungsqualität in ihrem Verhältnis zueinander und ihren Auswirkungen aufeinander befragt.
Schlagwörter:
Römisches Spanien, Objekttypus und Bilddekor, formale Qualitäten, Verbildlichung