https://publications.dainst.org/journals/chiron/issue/feed Chiron 2022-10-24T07:30:29+00:00 Redaktion Chiron redaktion.chiron@dainst.de Open Journal Systems <p>Mitteilungen der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik. Im <em>Chiron</em> werden Aufsätze aus dem gesamten Gebiet der Alten Geschichte, einschließlich Epigraphik, Papyrologie, Numismatik und historische Topographie, veröffentlicht.</p> <p><em>ISSN: 0069-3715</em></p> <p><em><strong>&nbsp;</strong></em></p> <p><em><strong>&nbsp;</strong></em></p> <p><em><strong>&nbsp;</strong></em></p> https://publications.dainst.org/journals/chiron/article/view/3761 Estates and the Land in Hellenistic Asia Minor: An Estate Near Antioch on the Maeander 2022-10-24T07:30:22+00:00 Peter Thonemann blabla@bla.de <p>Die vorliegende Arbeit publiziert zwei substanzielle neue Fragmente einer großen beschrifteten Stele aus dem Heraion von Samos, deren unterer Teil (IG XII 6, 1, 6) 1957 von dem inzwischen verstorbenen Christian Habicht veröffentlicht wurde. Die neuen Fragmente zeigen, dass diese Stele einen Vertrag zwischen Antiochia am Mäander und einem erweiterten Familienverband trug, der östlich von Antiochia, nahe dem Zusammenfluss von Lykos und Mäander, ein großes Landgut besaß. Der Vertrag betrifft die Eingliederung dieses Gutes in das Territorium der Polis Antiochia und die zukünftigen Rechte der Gutsbesitzerfamilie. Der Autor vertritt die These, dass dieses Landgut wahrscheinlich von einem der Seleukidenkönige an die Vorfahren der Familie vergeben wurde, und schlägt vor, dass der neue Vertrag ein verbreitetes Muster der Eingliederung von privaten Landgütern in Polis-Territorien im westlichen Kleinasien im Laufe des zweiten Jahrhunderts v. Chr. widerspiegeln könnte.</p> 2021-12-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 0 https://publications.dainst.org/journals/chiron/article/view/3762 Coinage and Currency in Ostrogothic Italy: Did Theoderic and his successors have an economic or monetary policy? 2022-10-24T07:30:23+00:00 Hans-Ulrich Wiemer blabla@bla.de <p>Die Einführung von Kupfermünzen im Wert von 40, 20, 10 und 5 nummi wird in der Forschung häufig als Mittel einer Wirtschaftspolitik Theoderichs betrachtet, deren Ziele freilich unbestimmt bleiben. Eine Überprüfung dieser Annahme ist schwierig, weil schriftliche Zeugnisse fehlen und weil die Chronologie, der Rhythmus und das Volumen dieser Prägungen umstritten sind; die Ansätze für den Beginn reichen von 477 bis 512. Der Aufsatz vertritt die These, dass die Prägung großer Kupfernominale wahrscheinlich im Bürgerkrieg zwischen Theoderich und Odoaker (um 490) begann und primär dem Zweck diente, die Soldaten des gotischen Königs in die Lage zu versetzen, Güter und Leistungen, die sie von der zivilen Bevölkerung erhielten, in einer Währung zu bezahlen, deren Wert garantiert wurde. Die großen Kupfermünzen waren ein Mittel der Befriedung der Beziehungen zwischen Militär und ziviler Bevölkerung; ihre Prägung entsprach dem Ideal der civilitas. Eine Betrachtung der Kupferprägung des Königs Theodahads sowie der Zirkulation der großen Kupfernominale in Italien bestätigt diese Annahme und führt zu dem Schluss, dass sie nicht nur für Theoderich, sondern auch für seine Nachfolger gilt.</p> 2021-12-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 0 https://publications.dainst.org/journals/chiron/article/view/3763 Die clades Lolliana, eine übersehene Legendenvariante auf Denaren des Augustus und das Gelübde pro salute et reditu des Jahres 16 v. Chr. 2022-10-24T07:30:24+00:00 Bernhard Woytek blabla@bla.de <p>Dieser Beitrag analysiert und kontextualisiert eine zwar bereits 1913 belegte, jedoch in den Standardzitierwerken bis heute nicht verzeichnete Variante eines Denartyps des Augustus aus einer westlichen Münzstätte. Die drei bekannten Exemplare zeigen auf der Rückseite ein Standbild des jugendlichen nackten Mars mit vexillum und parazonium. Im Unterschied zu den bisher diskutierten Stücken des Typs (RIC I2 Augustus 153) ist auf den hier untersuchten Münzen das letzte Wort der vierzeiligen Reverslegende ausgeschrieben, was die Gesamtrekonstruktion der Münzinschrift ermöglicht: VOT(um) P(ublice) SVSC(eptum) PRO SAL(ute) ET RED(itu) I(ovi) O(ptimo) M(aximo) SACRVM. Diese Münzen stehen im Avers-Stempelverbund mit Denaren desselben Grundtyps, deren Reversinschrift aber auf SACR endet, weshalb ihr Wortlaut bisher unterschiedlich ergänzt wurde. Die neue Evidenz gibt Anlaß zu einer Neubewertung des historischen und numismatischen Kontexts der gesamten Münzgruppe. Die Reverslegende dieser Stücke kommemoriert ein bei Cassius Dio (54, 19, 7) erwähntes Gelübde, das anläßlich des Aufbruchs des Princeps in den Westen unmittelbar nach der Niederlage des Lollius 16 v. Chr. in Rom abgelegt und ebendort 13 v. Chr. durch die Veranstaltung von Votivspielen für Iuppiter Optimus Maximus eingelöst wurde (CIL VI 386). Die auf den westlichen Münzen gezeigte Marsstatue weist große Ähnlichkeiten zu jenem Standbild des Gottes auf, das 16 v. Chr. auf stadtrömischen Denaren des Münzmeisters L. Mescinius Rufus erscheint (RIC I2 Augustus 351–353, 356); dort steht es auf einer Basis, deren Inschrift dasselbe Gelübde dokumentiert: SPQR V(otum) P(ublice) S(usceptum) PR(o) S(alute) ET / RED(itu) AVG(usti). Das städtische Münzbild stellt offenbar eine Statue des Kriegsgottes dar, die anläßlich des Auszuges des Augustus nach der clades Lolliana im Zusammenhang mit der Ablegung des Gelübdes in Rom errichtet wurde. Die Wahl des Mars erklärt sich mit der allgemeinen Erwartung, daß der Kaiser einen Rachefeldzug gegen die Germanen führen würde.</p> 2021-12-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 0 https://publications.dainst.org/journals/chiron/article/view/3764 Alte und neue Inschriften aus Olympia III 2022-10-24T07:30:25+00:00 Klaus Hallof blabla@bla.de <p>Eine im Jahre 2011 im Eleithyia-Heiligtum von Olympia gefundene Bronzetafel aus der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. enthält den vollständigen Beschluss von drei Richtern aus dem achäischen Pellene in einem inneren Konflikt der kleinen elischen Polis Ledrinoi. Der sehr kompakte und schwierige Text regelt die Behandlung einer der an der Auseinandersetzung beteiligten Seiten, der Kilikikoi, und berührt dabei auch prozessrechtliche Fragen. Die Inschrift ist das bisher früheste Dokument für den achäischen Dialekt von der Peloponnes (vgl. dazu auch den Beitrag von S. Minon, S. 123–166 in diesem Band).</p> 2021-12-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 0 https://publications.dainst.org/journals/chiron/article/view/3765 La langue de la sentence des trois juges de Pellana: une koina diplomatique achéenne faiblement éléisée 2022-10-24T07:30:25+00:00 Sophie Minon blabla@bla.de <p>Drei Richter aus Pellana in Achaia wurden nach Elis gerufen, um ein Urteil über die Angelegenheiten der Gemeinde Ledrinoi zu fällen: eine Kopie ihres Urteils wurde in Olympia in eleischen Buchstaben – mit einer achäischen Ausnahme – eingemeißelt, datierbar durch ihre Form ca. 475–450. Die diplomatische Praxis kann vor der Zeit der Koine eine Art Verhandlung über die Sprache beinhalten, wobei beide Seiten auch in dieser Hinsicht aufeinander zugehen und auf die typischen Merkmale des jeweils eigenen Dialektes verzichten, um eine gemeinsame oder supradialektale Sprache zu verwenden. Das häufige Kontinuum zwischen benachbarten Dialekten erleichtert den Prozess. Hier hat sich die Analyse der graphisch-phonetischen Merkmale als am fruchtbarsten erwiesen, um die genaue Beschaffenheit der entstehenden Sprache zu beschreiben. Diese Sprache basiert letztlich auf einer Variante des Achäischen, die schwach eleisiert ist. Trotz unserer dürftigen Kenntnis dieses frühen Achäischen, scheint es – durch Gegenprobe aus der koinisierten Sprache des Achäischen Bundes und durch Rückschluss aus Hinweisen, die für die Existenz von zwei Varianten des Achäischen zu sprechen scheinen, einer östlichen, die insbesondere durch das Pellanische repräsentiert wird, und einer westlichen, insbesondere aus Dyme –, dass Achäisch und Eleisch hinreichend verwandt waren, so dass die meisten sprachlichen Merkmale als ihnen gemeinsam angesehen werden konnten, zumal Archaismen eine ältere, weitgehend supradialektale Sprache überliefern. Letztendlich offenbart uns dieser Text unter einem eleischen Deckmantel weniger die pellanische Sprache als vielmehr eine Form der diplomatischen Koine von hohem Niveau, die manchmal ans Literarische grenzt und deren Kern natürlich die Volkssprache dieser drei Richter war. Wir können darin die Anfänge der achäischen Koine aus der Zeit des Bundes sehen.</p> 2021-12-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 0 https://publications.dainst.org/journals/chiron/article/view/3766 Gab es eine Finanzkrise in den späten Jahren des Augustus? 2022-10-24T07:30:26+00:00 Reinhard Wolters blabla@bla.de <p>Ausgehend von einer durch numismatische Methodik nicht adäquat abgesicherten Quantifizierung der neu ausgeprägten Münzen hat sich für die Spätzeit des Augustus in der althistorischen Forschung das Bild eines Liquiditätsengpasses gefestigt. Als «unzureichende Staatsfinanzen», «Phase der Deflation» oder gar allgemeine «Depression» erfuhr die These schärfere Ausdeutung und wirkt signifikant auch auf die Erklärung anderer politischer Vorgänge ein. Eine Überprüfung des numismatischen Befunds zeigt jedoch eher ein Anwachsen der bereitgestellten Liquidität, und auch die schriftliche Überlieferung vermag die These einer staatlichen Finanzkrise nicht zu tragen. Vielmehr sind – vor dem Hintergrund des neu entstandenen Berufsheeres sowie der Provinzteilung zwischen Prinzeps und Senat – die späten Jahre des Augustus von einer Neuorganisation der staatlichen Finanzen bestimmt: Diese stellte die Handlungsfähigkeit des aerarium Saturni wieder her, sicherte die Veteranenversorgung durch die Institutionen der res publica und glich Belastungsunterschiede zwischen Nichtbürgern und Bürgern aus. Zugleich förderte sie die Monetarisierung der dem Reich neu gewonnenen Peripherie und näherte die regional teils asymmetrischen Ströme von Einnahmen und Ausgaben unterschiedlicher Zweckbindung einem Ausgleich an, der nicht zuletzt zahlreiche Geldtransporte erübrigte.</p> 2021-12-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 0 https://publications.dainst.org/journals/chiron/article/view/3767 Epigraphische Forschungen zur Geschichte Lykiens XIII: Die Weinbergstiftung eines ptolemäischen Burgkommandanten von Limyra 2022-10-24T07:30:27+00:00 Michael Wörrle blabla@bla.de <p>Publikation einer hellenistischen Inschriftstele von der Burg von Limyra: Der Kommandant der ptolemäischen Söldnerbesatzung schenkt im August/September 199 seinen Weinberg an die örtlichen Basilisten. Das eröffnet eine neue Perspektive auf Fragen nach den Grundbesitzrechten der Armeeangehörigen. Stiftungszwecke sind Gründung eines Festes für Ptolemaios V. und Einrichtung eines Grabkults für den Stifter. Das alexandrinische und lykische Doppeldatum der Urkunde ermöglicht die vergleichende Betrachtung der beiden miteinander nicht synchronisierten ‹makedonischen› Kalender. Im Sarapiskult von Sarapiasten wird eine weitere Facette loyalistisch-gesellschaftlicher Aktivitäten der ptolemäischen Soldaten in Lykien sichtbar.</p> 2021-12-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 0 https://publications.dainst.org/journals/chiron/article/view/3768 Constantius heros (ILCV 66) - An elegiac testimony on the decline of the Late Roman West 2022-10-24T07:30:27+00:00 Jeroen W. P. Wijnendaele blabla@bla.de Michael P. Hanaghan blabla@bla.de <p>Dieser Aufsatz bietet eine historische Neubewertung des obskuren Kommandanten Constantius sowie eine neue Übersetzung und Textanalyse seines Epitaphs. Zwei karolingische Handschriften bewahren den Text einer heute verschollenen Inschrift, die unsere einzige Quelle für diese Person und zudem das einzige erhaltene Epitaph eines Feldherrn aus dem fünften Jahrhundert darstellt. Eine kürzlich erschienene Studie hat versucht, Constantius als einen Unteroffizier zu identifizieren, der Ende der 420er-Jahre dem magister militum Felix diente. Hier wird stattdessen die These vertreten, dass die Inschrift einen Kommandanten der Kaiser Avitus und Majorian in den späten 450er-Jahren nahelegt, der höchstwahrscheinlich seine militärische Laufbahn als comes domesticorum beendete. Das verlorene Epitaph bietet uns damit eine spezifisch italienische Perspektive auf die letzten Jahre des verkümmernden Westreiches.</p> 2021-12-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 0 https://publications.dainst.org/journals/chiron/article/view/3769 Eubulos jenseits von Isokrates und Xenophon 2022-10-24T07:30:28+00:00 Nicolai Futás blabla@bla.de <p>Eubulos gilt in der Forschung als der wichtigste athenische Politiker zwischen 355 und ca. 340. Nach dem desaströsen Bundesgenossenkrieg (357–355), der Athen an den Rand eines Bankrotts gebracht hatte, soll er an der Spitze der Schaugelder- bzw. Theorikonkasse mit wirtschaftsfördernden Maß- nahmen und einem defensiven außenpolitischen Kurs die athenischen Staatsfinanzen saniert haben. Dieses Bild ist zwar nicht grundsätzlich verkehrt, doch in einigen zentralen Aspekten unbefriedigend. Zum einen ist die Vorstellung von einer kohärenten Wirtschaftspolitik, die Eubulos und seine Gruppe nach dem Bundesgenossenkrieg implementiert hätten, anzuzweifeln. Zum anderen ist die außenpolitische Haltung des Eubulos nicht selten aus mutmaßlichen Allianzen oder Rivalitäten mit anderen Politikern abgeleitet worden, ohne dass er in den herangezogenen Quellen direkt erwähnt würde. Daher soll im vorliegenden Aufsatz Eubulos’ politisches Wirken neu bewertet werden. Nach einer kurzen biographischen Skizze wird erstens gezeigt, dass die gängige Analyse der Beziehungen des Eubulos zu anderen Rednern ungeeignet ist, um seine politischen Positionen zu bestimmen. Zweitens wird diskutiert, worauf er seinen Einfluss gestützt haben könnte und welche konkrete Funktion der Theorikonkasse dabei zukam. Drittens folgt ein Rekonstruktionsversuch der fiskal- und wirtschaftspolitischen Aktivitäten des Eubulos. Hierbei können mithilfe von epigraphischer Evidenz, die bisher nicht oder nur am Rande berücksichtigt wurde, neue Akzente gesetzt werden. Viertens wird das Bild einer defensiven außenpolitischen Linie, die Eubulos konsequent verfolgte, hinterfragt. Abschließend soll, fünftens, Eubulos’ Wirken in einem größeren Kontext verortet und als Teil einer Phase fiskal- und gesellschaftspolitischer Umbrüche im spätklassischen Athen verstanden werden.</p> 2021-12-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 0 https://publications.dainst.org/journals/chiron/article/view/3770 Una nueva defixio latina conservada en el Museo Arqueológico de Linares (Jaén, España) y las defixiones con forma de tabula ansata 2022-10-24T07:30:28+00:00 Francisco Arias de Haro blabla@bla.de Borja Díaz Ariño blabla@bla.de Alejandra Guzmán Almagro blabla@bla.de <p>Dieser Artikel stellt eine neue lateinische defixio vor, die auf einer Bleitafel in Form einer tabula ansata festgehalten ist und im Museum von Linares (Jaén, Spanien) aufbewahrt wird. Die Tafel kann in die Zeit zwischen der zweiten Hälfte des 1. und dem Beginn des 2. Jahrhunderts n. Chr. datiert werden. Sie umfasst vierzig Textzeilen, die auf beide Seiten verteilt sind, womit es sich um den umfangreichsten bisher in Spanien gefundenen Text dieser Art handelt. Diese neue Inschrift wird im Kontext der überaus seltenen und ausschließlich aus dem Westen des römischen Reiches stammenden lateinischen defixiones auf tabulae ansatae und der anderen in Spanien gefundenen griechischen und lateinischen Fluchtafeln analysiert.</p> 2021-12-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022 https://publications.dainst.org/journals/chiron/article/view/3771 «With spiritual writings and Homeric words» 2022-10-24T07:30:29+00:00 Tibor Grüll blabla@bla.de <p>Die phrygische Inschrift, die Gegenstand dieser Studie ist, wurde einem gewissen Zosimos gewidmet (und von ihm verfasst) (SEG 43, 945 = Steinepigramme III 16/41/09). In diesem metrischen Epitaph voller Anklänge an Homer bezeichnet sich Zosimos als «aus dem Volk des Hypsistos» stammend, was meiner Meinung nach darauf hindeutet, dass wir ihn als Hypsistarier und nicht als Juden definieren sollten. Zosimos’ Hauptbeschäftigung war die Bibliomantie, die er mit Hilfe von «spirituellen Schriften» und «homerischen Epen» für diejenigen durchführte, die ihn aufsuchten, damit er ihnen die Zukunft vorhersage. In dieser Studie untersuche ich ferner die Praxis der Bibliomantie, die in der Spätantike bei Juden und Christen gleichermaßen beliebt war, sowie die möglichen Bedeutungen der Begriffe «Schreibtafel» (pinax) und «gefaltete Tafel» (pinax ptyktos), die Zosimos für die Weissagung verwendete, im Licht der Darstellungen von Schreibmaterialien auf phrygischen Grabreliefs.</p> 2021-12-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2022