The history and rationale of the Athenian highest honours
https://doi.org/10.34780/kv43gm91
Abstract
Wie ihr Name schon sagt, gehörten die megistai timai – die gleichzeitige Vergabe von Porträtstatue, σίτησις und προεδρία – zu den prestigeträchtigsten Ehrungen, die Athen einer Person verleihen konnte. Teile der Forschung haben sich jedoch dafür ausgesprochen, dass diese Kombination von Ehrungen keine gesetzlich festgelegte Belohnung darstellte und dass ihre Verleihung in erster Linie von politischen Umständen bestimmt war. Anhand einer umfassenden Darstellung der Geschichte der höchsten Ehrungen Athens (von den Tyrannenmördern bis zum frühen 2. Jahrhundert v. Chr.) wird hier die These vertreten, dass die megistai timai nicht nur eine gesetzlich verankerte Institution waren, sondern auch einen festen Bestandteil des athenischen Ehrensystems darstellten. Ihr Höhepunkt im frühen Hellenismus brachte ferner auch keinen Bruch der demokratischen Praktiken und Ideologie mit sich.
Schlagwörter:
Ehrung, megistai timai, frühhellenistisches Athen, Speisungen auf Staatskosten, Euergetismus