Vying bishops at Boeotian Thebes: The ‹Akkolos mosaic›
https://doi.org/10.34780/wa5rt471
Abstract
Der Aufsatz untersucht systematisch die Mosaikböden, die 1964–1965 im Zentrum des antiken Theben entdeckt und ausgegraben wurden. Die erhaltenen Mosaikböden gehörten zu zwei Räumen eines großen frühchristlichen Gebäudes. Sie zeigen eine Jagdszene, die Personifikationen von vier Monaten sowie eine groteske Figur namens Akkolos. Diese Felder enthalten außerdem drei Versinschriften, die Informationen über die für das Werk und seine Thematik verantwortlichen Personen liefern. Die Mosaikböden sind ikonographisch wie epigraphisch von besonderem Interesse, wobei die Inschriften die Namen von zwei Bischöfen und den Namen Akkolos enthalten, der ein Hapax legomenon mit ungewisser Etymologie darstellt. Der Aufsatz schlägt eine neue Interpretation der Epigramme, des Namen Akkolos und der Funktion des Gebäudes vor. Er versucht, das Monument als Ganzes zu interpretieren, und argumentiert, dass die rätselhafte Figur des Akkolos im Kontext eines Empfangssaals, der zu einem kirchlichen Gebäude gehört, als Personifizierung des Lasters der Völlerei verstanden werden sollte.
Schlagwörter:
Theben, Böotien, Spätantike, Bischöfe, Mosaikinschriften